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Neue Bücher

Die Entwicklung der Degussa-Waldsiedlung von Großauheim

von Günter Prescher

Der Bau der Großauheimer Waldsiedlung in den 1950/1960er Jahren war eine Entscheidung der Gemeinde Großauheim für eine Elite-Ansiedlung. Dieses war möglich durch die Ansiedlung der Degussa mit einem Forschungszentrum. Es war eine Zeit, in der deutscher Forschungsgeist, deutsche Wertarbeit und Firmentreue zu guten Löhnen, zu hervorragenden Leistungen und auch zu schönen zeitgemässen Villen führten.

Viele der Senioren, die sich dort damals ansiedelten halten eine große Anzahl von Patenten und sind herausragende Forscher und Wissenschaftler.

Der Geschichte dieser Siedlung wird von Dr. Prescher nachgezeichnet und in Präzision aufgeschrieben. Beiträge von Prof. Dr. Dr. Offermanns und Dr. Schreyer runden den Bericht ab.

Preis: € 15

 

Der Heimat- und Geschichtsverein Großauheim dankt vier Autoren, die mit ihren Beiträgen das Erscheinen des sechsten Bandes unserer Schriftenreihe „Großauheimer Wurzeln“ ermöglichen.

HEIMAT ist das Verbindende in vier Themen.

 

Der längste Artikel des Buches erzählt die Geschichte eines Hauses, das seit hunderten von Jahren nicht nur dem Pfarrer, sondern auch der Gemeinde Heimat war. Es behandelt die grundlegende Renovierung des Jakobus-Pfarrhauses zur Montessori-Schule. Dr. Sabine Laber recherchierte die Historie des Barockhauses. Baufunde wurden ausgewertet: die beide Keller aus einem mittelalterlichen Haus, Schwellbalken von 1618, Fundamente aus dem 18. Jahrhundert zeigen, dass auch Vorgängergebäude – wahrscheinlich seit 1334 - an dieser Stelle gestanden hatten. Dendrochronologische Untersuchungen und ein detailliertes restauratorisches Gutachten ergaben neue Informationen. Die Archivalien bezeugen immer wieder notwendigen Reparaturen der Pfarrhäuser, die wechselnden Bewohner und ihre sich verändernde Lebensweise. Mit dem Umzug des Pfarrers wurde das Haus ab 1960 zum Pfarrheim, Jugendheim, Pfadfinderhaus, letztendlich zur bruchreifen Bauruine. Ab 2021 wird mit Montessori-Kinderhaus und Schule neues Leben einziehen.

 

Dr. Bertold Picard beschäftigt sich mit unserer letzten Heimat, dem Grab. Dabei entdeckt er durch seinen Recherchen eine bisher nicht beschriebene Form des Totengedenkens, indem er die Geschichte von zwei Grabsteinen untersuchte, die von dem älteren Kirchhof von St. Jakob auf den Friedhof im Pfortenwingert umzogen. Er sucht die Lebensgeschichten auf von Johann Adam Rauch, einem bedeutenden Wirt, Brauer, Stifter und Familienvater. Der schöne Grabstein mit dem Relief der heiligen Familie bezeugt den Tod von seinen drei kleinen Söhnen, zu denen auch der Vater 67-jährig beerdigt wurde. Dieses Kreuz war irgendwann nach 1813 bei dem Neubau des Friedhofs im Pfortenwingert in die Nordwand eingemauert und wurde 2017 entdeckt, restauriert und wieder errichtet. Solch eine Brücke zwischen den Friedhöfen bildet auch der Grabstein der Anna Botzum und ihrer zwei Männer. Ihr erster Mann wurde noch auf dem Kirchhof, der zweite Ehemann und sie selbst auf dem Friedhof beerdigt. Alle drei wurden auf dem selben Stein eingemeißelt; der Stein ist im Museum ausgestellt.

 

Die Beziehung zu einer Heimat in der Familie und Freunde getötet und vertrieben wurden, wird von Dr. Manfred Greb erzählt. Wir erfahren außerdem über das Schicksal der Juden aus dem Jahr 1938. Der Beitrag „Die Reichspogromnacht 1938 in Großauheim“ spürt dem Leben der jüdischen Bürger nach, die zu diesem Zeitpunkt noch in unserer Gemeinde wohnten. Im Zentrum steht der 18-jährigen Heinz Hirschmann aus dem Porzellan- und Haushaltswarengeschäft in der Hauptstraße. Der endgültige Abschied von Brüdern, Großvater und Eltern, die nur für ihn mögliche Auswanderung in die USA, das Einfinden in eine neue Heimat werden dargestellt. Besonders bewegt den Autor die geläuterte und weltoffene Verarbeitung dieser dramatischen Ereignisse, die in der Nachkriegszeit in seinem Verhalten erfahrbar wurde. Der 25-jährige US-Soldat Henry Hirschmann, der nach Großauheim zurück kam, zeigte in berührender Weise Großmut und Verständnis. Auch bei seinen späteren Besuchen fehlte Bitterkeit und Hass. Er nahm die Ehrungen und die Freundschaft der alten Heimat wohlwollend an.

 

 

Die sudetendeutschen Heimatvertriebenen in Großauheim“ ist ein Artikel des geschätzten, verstorbenen Amtsleiters Hans Gruber. Er kam uns anlässlich des 100. Geburtstags von Frau Fleißner wieder ins Gedächtnis und wurde von der Familie redigiert und freigegeben. Gruber und Fleißner, eine sehr beliebte Lehrerin, gehörten zu 210 Egerländern, die hier „abgekoppelt“ wurden. Der Schwerpunkt des Berichtschreibers liegt darauf, seinen neuen Mitbürgern die Stadt Tachau vorzustellen, aus der er 1945 so schnell hinausgeworfen wurde. Er versucht die folgende Deportation und die Ungewissheit in Worte zu fassen, aber auch die Bemühungen der hessischen und kommunalen Verwaltungen aufzuzählen, dankbar die privaten Maßnahmen zu fassen, die den Vertriebenen zuteil wurden. Da keine Bilder dem Bericht beilagen, hat die Redaktion Bilder der Familie Neubauer und Landa hinzugefügt, die ebenfalls mit diesem Transport kamen.

 

Korrektur, Gestaltung und Termintreue lag in den bewährten Händen von Margot Kreuder, der wir für ihre wertvolle Mitarbeit herzlich danken.

Dr. Sabine Laber-Szillat

1. Vorsitzende

Heimat- und Geschichtsverein Großauheim 1929 e.V.

im Namen des gesamten Vorstandes

 

Preis 12€, 178 Seiten, Buntdruck, Paperback, A5-Format,

 



 

 

August-Gaul-Pfad

Zur Erinnerung an den bedeutenden Bildhauer der Moderne
August Gaul (22. Oktober 1869 Großauheim – 18. Oktober
1921 Berlin) wurde ein August-Gaul-Pfad durch
Großauheim initiiert.
Unter Mitwirkung des Heimat- und Geschichtsvereins
Großauheim e.V., des Ortsbeirats Großauheim / Wolfgang,
der Stadtteilentwicklung und des Fachbereichs Kultur,
Stadtidentität und Internationale Beziehungen sowie
Unterstützung der Stiftung der Sparkasse Hanau konnten
12 Cortenstahl-Skulpturen des Künstlers Micha Otto aus
Berlin nach Motiven von August Gaul realisiert werden.
Folgende Skulpturen sind bereits der Öffentlichkeit
übergeben worden: Eselreiterin und Eselreiter (Ehrenmal,
2020), Giraffe (Mädchenrealschule St. Josef, 2020), Otter
(Hainal, 2020), Elefant (Eichendorffschule, 2021), Löwin
(Sandgasse, 2021), Tapir (Spitzenweg, 2021) und Strauß
(Rue de Conflans, 2021).
Am 16.10. folgten noch August Gaul mit Kasuar (Bahnhofstraße/
Hauptstraße), Kleiner Zoo (Brunnen am Bahnhof),
Pinguine (Mauer am Alten Friedhof) und laufender Bär
(Montessorischule/altes Pfarrhaus).



 

Jahreshauptversammlung mit Vorstandswahlen

Auf Grund der gesetzlichen Vorgaben und um den Auflagen des zuständigen Gesundheitsamtes zur Bekämpfung der Corona-Pandemie gerecht zu werden, stand auf der Tagesordnung nur der Bericht der Vereinsvorsitzenden, Entlastung des Schatzmeisters und des Gesamtvorstandes. Die Vorstandswahlen und die Neuwahlen der Revisoren.

Den Bericht der Vereinsvorsitzenden können Sie im Hinweis auf die Jahreshauptversammlung im Detail lesen.

Nach dem Bericht des Schatzmeisters und des Kassenprüfers erfolgte aufgrund des Antrages des Kassenprüfers, die Entlastung des Schatzmeisters und des gesamten Vorstandes.

Die Vorstandwahlen fanden en Block statt, da der bisherige Vorstand sich bereiterklärt hat, seine Aufgaben, wie in den letzten zwei Jahren, weiterzuführen.  

Es wurde gewählt:           Frau Dr. Sabine Laber-Szillat         1. Vorsitzende

                                     Herr Stefan Gruber                      2. Vorsitzender

                                     Herr Heinrich Hartl                       Schatzmeister

                                     Herr Thomas Steigler                   Schriftführer

                                     Frau Christel Derzbach                 Pressereferentin

                                     Herr Werner Derzbach                 2. Pressereferent mit Sonderaufgaben

                                     Als Kassenrevisoren wurden gewählt:  Reiner Kargl und Waltraud Grafried 

Mitteilung der Pressereferentin Christel Derzbach   
                  

 Die Rede der Vorsitzenden finden sie hier.

Wir gratulieren natürlich allen Geburtstagskindern sehr herzlich, einen Bericht über unser ältestes Mitglied, Frau Fleißner, finden Sie unter Berichten.

Neues von der August-Gaul-Ausstellung: hier

Neues von der Leopoldo-Richter-Ausstellung: hier

 

 

Wir freuen uns herzlich über Mitarbeit und Engagement und neue Mitglieder!