Herzlich Willkommen auf unserer Webseite

 

 

Neues "Objekt des Monats" - im Museum Großauheim

Als "Objekt des Monats" stellt der Heimat- und Geschichtsverein in wechselnder Folge aus seinem reichhaltigen Fundus jeweils einen historischen Gegenstand vor, welcher im Original in einer Einzelvitrine in der Eingangshalle des Museums Großauheim präsentiert wird. Jetzt neu:

 

Stumpenwärmer & Mignon-Zigarren

 

In der Sammlung des Heimat- und Geschichtsvereins finden sich zahlreiche Objekte rund ums Zigarrendrehen. Das war ein wichtiger Erwerbszweig, der in vielen

Großauheimer Familien den kargen Verdienst aufbesserte. Es war in ganz Europa eine weit verbreitete Möglichkeit, auch Frauen eine Arbeit zu Hause zu geben.

Seit Ende dem 18. Jahrhundert wurde auf den Brachfeldern in Großauheim Tabak angebaut und diese „Scheuerbambeler“ wurden auch hier verarbeitet und geraucht. Ab1860 gab es kleine Werkstätten, die nicht nur an Wasserhäuschen und Gasthäuser, sondern auch nach Hanau lieferten. Die Wochenlöhne der Frauen waren für 10 Std. an 6 Tagen karge 12 Mark, die Männer erhielten für 400 Zigarren täglich 18 Mark. Die Firma Philips beschäftigte ab 1870 mehr als 100 Personen in der Hauptstraße 11 und vergab auch noch Heimarbeit. Der Betrieb wurde später von Wilhelm Kleinschmidt übernommen.

 

 

 

 

Stumpenwärmer

Die einfachen Arbeiter und Soldaten rauchten im Normalfall die billigeren Stumpen, die aus sehr langen Rollen geschnitten wurden und deshalb beidseits geschnitten sind. Ihre Länge war definiert durch die Größe der Patronentasche der Armee. Da die Rollen in sehr feuchtem Zustand hergestellt wurden, mussten die Stumpen vor dem Verpacken noch getrocknet werden, dazu diente der Stumpenwärmer, der mit Esbit geheizt wurde

Mignon-Zigarren

Diese klassische Corona-Zigarren sind 14 cm lang und 16 mm dick, Es waren die „besseren“ Zigarren, die einen längeren Rauchgenuss versprachen. Eine Zigarre wird Stück für Stück einzeln gerollt und mit einem Deckblatt versehen. Die Größe, Dicke und besonders die Farben der Deckblätter bestimmen ihre Kennzeichnung und ihren Wert. Dieses Kistchen „Fehlfarben“ (das Deckblatt ist nicht einheitlich gefärbt) stammt aus dem Familienbesitz der Familie Kleinschmidt, die neben der Zigarrenfabrik auch einen Zigarrenladen und das Kino betrieben. Es gab in Großauheim 48 Läden, in denen Zigarren/Stumpen verkauft wurden. (Aus „Großauheim“ 1969, A. Hombach S. 198 ff)


- Weitere Informationen zum "Objekt des Monats" findet sich hier.

 


 

August-Gaul-Wein – neue Edition „Orang-Utan“ - Riesling halbtrocken 

 

 

 

Der Vorstand hat beschlossen, den August-Gaul-Wein wieder zum Verkauf anzubieten. Es ist diesmal ein Riesling halbtrocken und kommt wieder vom Weingut Theo Hubert aus Hörstein.

Im Cafe Rayher, Großauheim, Hauptstraße ist der Wein erhältlich.

Am Kaufpreis hat sich nichts geändert, die ¾ Liter Flasche kostet nach wie vor 11,00 €. 

Als Edition haben wir diesmal den Orang-Utan von August Gaul gewählt.

Gerade jetzt zur Weihnachtszeit immer ein schönes Geschenk, vielleicht verfeinert mit etwas Süßem oder Weihnachtsplätzchen. Frau Rayher verpackt nach Ihren Wünschen dekorativ.

Ein schönes Geschenk das es nicht überall gibt, für andere Angelegenheiten wie z.B. Geburtstag, Hochzeit, Jubiläum, als Mitbringsel oder einfach nur zum selbst genießen an einem gemütlichen Abend.

Der Vorstand würde sich freuen, wenn Sie von unserem Angebot regen Gebrauch machen.

Ich wünsche Euch eine schöne Adventszeit

Eure Pressereferentin Christel Derzbach

 

 

 

P.S. Noch ein Hinweis für mögliche (Weihnachts-)Geschenke:  Frau Rayher und der Bücherladen „Lass uns Lesen“ in der Hainbachstr. 1 / Ecke Krotzenburger Straße, verkaufen unsere Bücher der Serie „Großauheimer Wurzeln“ und „So alt wie die Bulau“ von Dr. Picard.  

 

           

 


 

Ritter in Großauheim:

 

Wahrscheinlich haben manche schon entdeckt, dass an der Kirchhofsmauer von St. Jakobus die beiden alten Ritter-Grabsteine verziert wurden.

Seit ca. 300 Jahren lehnen sie dort. Sie stammen aus dem Hochmittelalter und wurden beim Neubau 1766 nicht wieder in das Mittelschiff eingebaut. Es sind Grabsteine von Auheimer Rittern. 500 Jahre wurden sie mit Füßen getreten und sind unleserlich und abgeschabt.

Die Künstlerin Margot Kreuder hat nun eine Platte davor gearbeitet. Auf der einen stehen die Namen der Auheimer Ritter, die uns bekannt sind, auf der anderen sind nachempfunden Bilder, wie wir sie von anderen Steinen kennen.

Das Wappen ist eigentlich falsch: Es sind die Eppsteiner Sparren, wie sie hier überall verbreitet sind. Auheim gehörte zu dieser Zeit den Herren von Eppstein und auch die Ritter gehörten zu deren Gefolgsleuten. Jedenfalls finden sich ihre Namen in den Eppsteiner Archiven (Danke, Herr Dr. Picard fürs Raussuchen). Aber sie hatten natürlich nicht deren Herrschaftswappen... irgendwie abgewandelt wird es wohl gewesen sein.

 

 


 

Am 21. September 2023 wurde unser langjähriges Mitglied, langjährige Vorstands-Aktive und sehr geschätzte Freundin Hilde Eich beerdigt.

Als der Heimat- und Geschichtsverein sich in den 1970er Jahren erneuerte und reaktivierte, war auch ihr Vater, August Peukert, wichtig und rührig dabei. Sie folgte ihm früh in den Vorstand des Vereins und hat über Jahrzehnte dort seine Struktur und Arbeit mitbestimmt. Ihr freundlicher und fleißiger Geist, ihre Großzügigkeit und Aufmerksamkeit, ihre Anteilnahme, ja Liebe zur Großauheim war für die Neuentwicklung unseres Vereins entscheidend. In Anerkennung ihrer Person und ihrer Leistung verneigen wir uns und verabschieden uns vor ihr.

- Dr. Sabine Laber-Szillat – Vereinsvorsitzende

 

 

(Frau Eich im März 2017 bei einer ihrer vielen Kunstschenkungen an den Verein)

 


 

Museumsgeburtstag und Familientag im Museum Großauheim

 

 

Das Großauheimer Museum feiert dieses Jahr sein 40jähriges Jubiläum, d.h. eigentlich sind es ja 90 Jahre. Denn bereits 1933 wurde feierlich ein Heimatmuseum in der Haggassen-Schule Großauheim eröffnet.

Die 40 Jahre beziehen sich auf die Neugestaltung des Museums und ohne dieses Heimatmuseum von 1933 und die Großauheimer Museumsbemühungen nach dem Zweiten Weltkrieg, wäre dieses Museum nicht entstanden. 

Der Fahrbereich Kultur und die Städtischen Museen Hanau luden zu diesem Anlass am 24.09. um 11 Uhr in das Museum Großauheim ein. Die offizielle Eröffnung fand durch Frau Funck (Stadtverordnetenvorsteherin), Frau Laber-Szillat (HGV-Großauheim) und Herrn Dörich (Förderverein Dampfmaschinenmuseum) statt.

 

- Die Rede der Vereinsvorsitzenden Frau Dr. Laber-Szillat findet sich hier.

 

 


 

Ausflug des HGV in das historische Bahnbetriebswerk Hanau

 

Am 2.9.2023 fand der Ausflug des Heimat- und Geschichtsvereins Großauheim in das historische Bahnbetriebswerk Hanau zur Museumseisenbahn Hanau e.V. statt.

Ein ausführlicher Bericht darüber findet sich hier.

 

               

 

 


 

„Heimat – wem gehört sie?“

Der Heimat- und Geschichtsverein Großauheim 1929 e.V. und der Fachbereich Kultur der Stadt Hanau hatten dieser Tage am 2. Juni zu einer Podiumsdiskussion zum Thema „Heimat – wem gehört sie?“ eingeladen.

Fachbereichsleiter Martin Hoppe hatte die Moderation übernommen, begrüßte die rd. 40 Gäste und Gesprächspartner. Es waren dies Dr. Esther Mikuszies, Leiterin Kulturforum Hanau, Dr. Bertold Picard, Bibliotheksdirektor a.D. und Ehrenmitglied des HGV sowie die Eheleute Shayegh-Ebadi aus dem Iran und jetzt Großauheimer Bürger.

In seiner Einführung stellte Hoppe den Begriff „Heimat“ anhand von zahlreichen Zitaten aus dem Grimm´schen Wörterbuch und der Geschichtsschreibung vor. Nachweislich sei der Begriff erstmals im 15. Jahrhundert erwähnt. Der heutige Heimatbegriff habe sich in der Romantik entwickelt und findet nur im deutschsprachigen Raum Anwendung, viele andere Länder haben das Wort nicht im Repertoire. Dr. Picard zitierte aus der Satzung des Heimat- und Geschichtsvereins Großauheim, welche Aufgaben dem Verein obliegen, u.a. die Belange der lokalen geschichtlichen und naturkundlichen Forschung wahrzunehmen. Er selbst sehe in dem Begriff „Heimat“, den Ort, an dem man sich wohlfühlt, wo man geboren wurde oder zu Hause ist. Dies kann eine Schule, eine Ausbildungsstätte, eine Stadt, ein Land  oder auch der Arbeitsplatz sein. Dr. Mikuszies fragte, ob Heimat immer nur ein Ort sein muss? Man könne die Zugehörigkeit zu einem Land auch als Heimat ansehen. Dies sei besonders ein Thema der Migration. Für viele sei auch die Muttersprache ein Stück Heimat, böte eine kulturelle Identität. Dies konnten die Eheleute Shayegh-Ebadi bestätigen, die zum Studieren und arbeiten nach Deutschland kamen. Für sie als Bauingenieur und Apothekerin war es anfangs schwierig dem hessischen Dialekt zu folgen, was unweigerlich zu Heimweh führte. Mit der Zeit habe man aber bestens eingewöhnt und konnte ein Gefühl des „Angekommenseins“ entwickeln. Die Familie fühle sich jetzt zu Hause und könne Großauheim als ihre Heimat ansehen.

Die engagierte Diskussion zeigte auf, wie unterschiedlich der Begriff „Heimat“ ausgelegt werden kann. Übereinstimmend kam man zum Schluss, dass nur, wer sich vor Ort wohlfühlt und akzeptiert wird, Heimatgefühle entwickeln kann und sich damit auch für sein direktes Umfeld engagieren mag.

Zum guten Gelingen der Veranstaltung trug wesentlich die Bewirtung von Kerstin und Jürgen Koppke von der Gaststätte „Zur alten Scheuer“ mit Tapas und Getränken bei. Tenor war, dass solcherlei Angebote für „Geist und Magen“ eine Fortsetzung erfahren sollten.

 

               

 

 


 

Neues BUCH erschienen: 

 

 


 

Vorstand des Heimat- und Geschichtsvereins e.V. 1929 Großauheim wiedergewählt. 

Zur diesjährigen Jahreshauptversammlung des Heimat- und Geschichtsvereins Großauheim, waren zahlreiche Mitglieder erschienen. Auf der Tagesordnung war vor allem die Neuwahlen des Vorstandes und der Revisoren wichtige Punkte. Die erste Vorsitzende, Frau Dr. Laber-Szillat, begrüßte die Mitglieder und konnte mitteilen, das im Moment keiner Toten zu gedenken sei, was eine schöne Nachricht sei. Die Genehmigung des Protokolls der Jahreshauptversammlung vom 27.05.2022 wurde einstimmig bestätigt.

In Ihrem Bericht der 1. Vorsitzenden stellte Frau Dr. Laber-Szillat verschiedene Aktivitäten aus dem Jahr 2022 vor. Dies war die Beteiligung des Vereins am Mainuferfest, dem Rochusmarkt und dem Weihnachtsmarkt. Hier wurden jeweils die Bücher aus der Serie „Großauheimer Wurzeln“ und der August Gaul-Wein zum Kauf angeboten. Um das Museum Großauheim etwas zu beleben, wurde die Idee „Objekt des Monats“ ins Leben gerufen. Der Verein stellt unter diesem Motto monatlich  ein Exemplar aus seinem Inventar aus. Dies waren u.a. ein Grammphon aus der Jahrhundertwende, zwei antiquarische Fotoapparate, ein Telefon aus

dem Jahre 1928, ein Patengeschenk von 1909. In diesem Jahr wurde diese Aktivität weitergeführt und im April wird unter dem Thema „Des aale Gelersch“ eine alte Spielzeugeisenbahn ausgestellt. Die Vorstellung des Objektes ist immer mit einer Gesprächsrunde mit den Besuchern verbunden. Der Ausflug in 2022 führte nach Heusenstamm zum Sammeldepot des Museums für Kommunikation. Die Teilnehmer waren alle von den auf 15000 qm gezeigten Objekten beindruckt u.a. waren dies Kutschen, Kraftfahrzeuge, Kleinfahrzeuge, Gemälde, Fernsprechanlagen, Telefonzellen und die weltweit größte Sammlung von Telefonen. Auf Wunsch der Stadt Hanau hat der Verein 40 Schilder für historische Gebäude und Denkmäler beschrieben, die voraussichtlich im Herbst 2023 angebracht werden sollen. Damit endet der Bericht der 1. Vorsitzenden und sie übergab an die Kassiererin das Wort.

Frau Daniela Graf-Landwehr stellte die Einnahmen und Ausgaben im Detail vor und konnte zum Schluss ein gutes Ergebnis vorstellen. Die beiden Revisoren stellten der Kassiererin eine genaue Buchführung aus und baten die Anwesenden um Entlastung der Kassiererin; was bis auf eine Enthaltung bestätigt wurde.

Zur Neuwahl des Vorstandes wurde als Wahlleiter Herr Volker Lippmann bestätigt. Dieser bat in seiner Funktion als Wahlleiter die Anwesenden um die Entlastung des Gesamtvorstanden. Der Wunsch der Versammlung war den Vorstand en Block zu wählen. Der Vorstand wurde mit 4 Enthaltungen bestätigt.

 

Es sind dies:     

1. Vorsitzende - Dr. Sabine Laber-Szillat

2. Vorsitzender Stefan Gruber

Kassiererin – Daniela Graf-Landwehr

Schriftführer – Thomas Steigler

Pressereferentin – Christel Derzbach

2. Pressereferent mit Sonderaufgaben – Werner Derzbach

 

Als Kassenrevisoren wurden gewählt: die Herren Reiner Kargl, Heinrich Hartl

Als Beisitzerin ohne Stimmrecht: Frau Ingrid Fliedner

Da keine weiteren Anträge und Fragen vorlagen, konnte Frau Dr. Laber-Szillat den offiziellen Teil schließen und bat Herrn Wolfgang Hombach über die Sonderausstellung im Museum Großauheim ?Angeworben -  angekommen? zu sprechen.

Auf die Frage wer die Ausstellung noch nicht besucht hat, konnte erstaunlicherweise festgestellt werden, dass der überaus größte Teil der Teilnehmer noch nicht in dieser Ausstellung waren und daraufhin kam der Gedanke ein Führung unter der Leitung von Herrn Hombach durch den Heimat- und Geschichtsverein zu organisieren. Herr Hombach stellte in anschaulicher Weise die Sonderausstellung vor und gab Tipps, wie man die Ausstellung sich sinnvoll  anschauen sollte. Die Ausstellung ist eine sog. Werkstattausstellung, d.h. dass jeder seine Erfahrungen und Geschichten mit den italienischen und spanischen Mitbürgern von damals aufschreiben und weitergeben kann. Ein kleines Heft liegt in der Ausstellung aus, indem man seine Erinnerungen aufschreiben kann. Das Buch zur Ausstellung wird die Stadt Hanau im Juni 2023 herausgeben. Es bezieht sich auf die Notizen eines spanischen Gastarbeiters unter dem Titel „Barraca 5“. Das Buch wurde vom Spanischkurs der Volkhochschule übersetzt.  

Nach diesem interessanten Vortrag wurde die Jahreshauptversammlung beendet.

  


 

¿ ANGEWORBEN - ANGEKOMMEN ?

 

Ein erinnerungskulturelles Projekt zur italienischen und spanischen Arbeitsmigration nach Großauheim und Umgebung mit der Lindenauschule.

Museum Großauheim – Samstags, sonntags 11-17 Uhr – Link

 

- Ein hintergründiger Bericht von Dr. Sabine Laber-Szillat zu dieser Sonderausstellung findet sich hier.

 


 

Ausflug des HGV nach Heusenstamm zum

Sammlungsdepot des „Postmuseums“ – Museum für Kommunikation

 

Am 12.10.2022 fand der Ausflug des Heimat- und Geschichtsvereins Großauheim nach Heusenstamm zum Sammlungsdepot des Museums für Kommunikation (vormals „Postmuseum Frankfurt“) statt.

Ein ausführlicher Bericht darüber findet sich hier.

 

                

 


 

Seit einiger Zeit beobachtet der aufmerksame Betrachter, dass die Stromkästen in Großauheim von autorisierten Sprayern verschönert werden.

Hier ist der Entwurf von Frau Margot Kreuder für die Waldwiese:

 

Sammeln Sie mit uns auch andere schöne Sprayer-Kunst!

 

 - KVZ Ecke Hauptstraße/Wiesenstraße -

 

 

 


 

 

Der Heimat- und Geschichtsverein Großauheim dankt vier Autoren, die mit ihren Beiträgen das Erscheinen des sechsten Bandes unserer Schriftenreihe „Großauheimer Wurzeln“ ermöglichen.