Besuch der August Gaul-Ausstellung „Tiere sind auch nur Menschen“ im Liebighaus in Frankfurt.

 

Mitglieder des Heimat- und Geschichtsvereins besuchten die August Gaul-Ausstellung „Tiere sind auch nur Menschen“ im Liebighaus in Frankfurt. Schon beim Eintreten in das parkähnliche Gelände um das Museum, fällt auf dem Balkon des Gebäudes, die überlebensgroße Adler-Skulptur auf. Dargestellt, mit prächtig ausgebreiteten Schwingen, zum Landeanflug auf sein Nest. Im Innern des Museums selbst, treten die rund 100 Tierplastiken von August Gaul, in einen facettenreichen Dialog mit den Skulpturen aus fünf  Jahrhunderten. Als erstes fällt dem Besucher der Kopf des Orang-Utan, mit Namen Jumbo, neben der antiken Büste von Kaiser Marc Aurel auf. Der Kopf des Orang-Utan prächtig dargestellt, als wäre er selbst ein römischer Kaiser. Im gleichen Raum befinden sich die Löwin und der Löwe. Die Löwin mit wachem ruhigen Blick nach vorn gewandt und der Löwe, ebenfalls mit  ruhigen Blick nach innen gewandt. Die sorgfältigen Naturbeobachtungen von August Gaul, wirken heute noch sehr berührend. Dies kann man auch am lebensgroßen laufenden Orang-Utan erkennen. Das Fell bis ins Detail genau dargestellt, wirkt er lebendig, ruhig und keineswegs bedrohlich. Alle gezeigten Bronze-Skulpturen, ob dies u.a. der Fischotter, die zwei sitzenden jungen Bären, die Eule oder auch die in Glasvitrinen gezeigten kleiner Tierplastiken, alle spiegeln die genau Beobachtung von August Gaul  wider. Viel zu dieser Ausstellung hat die private Sammlung der Familie Girsch in Frankfurt beigetragen. Die Löwin aus Großauheim-Hanau wurde im HR2 als Sinnbild der Ausstellung bezeichnet. Alles in allem ist diese Ausstellung sehenswert und sollte gerade in Großauheim, als Geburtsort von August Gaul, mehr Beachtung finden.